Geoffrey B. – Ohne ein neues Herz hätte ich keine Zukunft gehabt

Geoffrey war sportlich, lief Halbmarathon und spielte Baseball. Dann bricht er plötzlich zusammen – sein Herz versagt.
Ein neues Herz wird seine einzige Chance.
2012 beginnt für ihn ein neues Leben.

„Wenn das so weiter geht, wache ich irgendwann mit Schläuchen in der Nase auf“, scherzt Geoffrey 2003 im Thailandurlaub mit seiner Frau wegen seiner Müdigkeit und allgemeinen Schlappheit. Nur wenige Wochen später wird aus dem Scherz jedoch bitterer Ernst. Geoffrey bricht kurz vor einer Dienstreise zu Hause zusammen und überlebt nur, weil benachbarte Ärzte ihm das Leben retten. Sie halten ihn am Leben, bis ihn der Rettungswagen ins Krankenhaus bringt. Es folgen zahlreiche Untersuchungen. Die Ursachen für seinen Zusammenbruch sind bis heute nicht bekannt. Die Folgen haben jedoch deutliche Spuren hinterlassen. Eine große Narbe auf der Brust und Blindheit auf dem rechten Auge.
„Ich war immer sportlich. Bin Halbmarathon gelaufen, habe Baseball gespielt, beruflich erfolgreich und war auch so immer viel unterwegs“, sagt der gebürtige US-Amerikaner. Nach dem Zusammenbruch beginnt für ihn eine Odyssee. Herzschrittmacher, Tachykardie, Defibrillator, Herzstillstand. „Es war klar, früher oder später brauche ich ein neues Herz. Zwar hat mein Herzunterstützungssystem funktioniert, die Leistungsfähigkeit des eigenen Herzens hat jedoch immer weiter nachgelassen“, erklärt der Ingenieur.

Geoffrey kommt auf die High-Urgency-Liste für eine Transplantation, liegt fünf Monate im Krankenhaus. Als am 31. Juli 2012 um 15:00 Uhr die erlösende Nachricht kommt, dass ein passendes Spenderherz verfügbar sei, liegen Freude, Angst und Ungläubigkeit nah beieinander. Doch es passt alles. Am 1. August wird Geoffrey erfolgreich transplantiert. „Das beste Gefühl war es, dass ich nach so langer Zeit wieder meinen Puls fühlen konnte, denn mit einem Herzunterstützungssystem hat man das nicht. Ich fühlte mich endlich wieder lebendig!“
Was dann folgt, ist beinahe unglaublich. Geoffrey arbeitete sich innerhalb kürzester Zeit wieder zurück in sein Leben. Er beginnt wieder Baseball zu spielen, läuft drei Viertelmarathons und arbeitet zehn Monate nach der Transplantation wieder in Vollzeit. „Ich nehme 250 Tabletten pro Woche, aber was soll es, ich lebe!“

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