Gesichter der Organspende

Leben spenden – das ist es, was die Transplantationsmedizin zu einem ganz besonderen Fachbereich macht. Das eine geht nicht ohne das andere – nehmen geht nicht, wenn niemand gibt.

Wir portraitieren Menschen, die unmittelbar von Organspende und Transplantationsmedizin betroffen sind – als Organempfänger, als Lebendspender wie auch als Angehörige postmortaler Spender.

Die Geschichten und Bilder stammen zum Großteil aus der Ausstellung „Leben spenden“, die seit Juni 2025 im Universitätsklinikum Regensburg zu sehen ist. Das Universitäre Transplantationszentrum Regensburg steht seit nunmehr 30 Jahren in der großen Verantwortung von Nehmen und Geben.
Mehr als 3.000 Organtransplantationen wurden hier am Universitätsklinikum Regensburg seit 1995 durchgeführt. Die Medizin verzeichnete in dieser Zeit deutliche Fortschritte, wodurch sich die Überlebensraten wie auch die Lebensqualität der transplantierten Patienten immer weiter verbessern. Die Ausstellung soll jedoch nicht Zahlen und Fakten in den Vordergrund stellen, sondern Gesichter und Geschichten. Fotografen und redaktionelle Mitarbeiter der Stabsabteilung Unternehmenskommunikation des UKR suchten die Betroffenen in ihren persönlichen Umgebungen auf, führten Gespräche und hielten Momente dieser Gespräche fotografisch fest. Zuhören, das jeweilige Schicksal verstehen, die Emotionen der Betroffenen und ihrer Familien wiedergeben.

Eva S. – Es war die schwerste Entscheidung meines Lebens

Eva freut sich auf den Besuch ihres Bruders – kurz darauf hat er einen schweren Schlaganfall. Es gibt keine Hoffnung mehr. Eine Entscheidung, über die sie nie gesprochen hatten, liegt plötzlich bei ihr. 2019 sagt sie Ja zur Organspende – in seinem Sinne. Sein Tod schenkt sechs Menschen ein neues Leben.

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